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Die Aquilegia
Das wichtigste Bestimmungsmerkmal der einzelnen Arten besteht denn auch in den unterschiedlich geformten „Spornen“, diesen länglichen, gekrümmten Anhängseln der Blütenblätter, die eigentlich umgeformte Nektarblätter sind. Sogar der Name Aquilegia soll sich von
diesem Sporn ableiten: Aquilex (Pl. Aquileges) bedeutet so viel wie
„Rutengänger“ oder „Wassersammler“. Dieser Name bezieht sich auf die
mit Flüssigkeit gefüllten „Hörnchen“. Bei der Flüssigkeit handelt es sich natürlich um Nektar, der den Bestäubern
als Nahrung geboten wird. Da ist er aber nicht ganz einfach zu
erreichen und stellt ganz besondere Anforderungen an die Mund- und
Saugwerkzeuge seiner Besucher. So werden beispielsweise verschiedene
nordamerikanische Arten (A. chrysantha, A. caerulea, A. longissima) mit extrem langen Spornen von Motten und anderen langrüssligen Schmetterlingen bestäubt, unsere einheimische Gemeine Akelei (Aquilegia vulgaris)
hingegen weist einen stark gekrümmten Sporn auf und wird von Hummeln
bestäubt. Wildbienen gelangen mit ihren kurzen Rüsseln nicht bis in den
Sporn hinein, knabbern ihn dafür gelegentlich von aussen seitlich an,
um trotzdem an den süssen Nektar zu gelangen. Als Heilpflanze genoss die Akelei im
Mittelalter ein hohes Ansehen, da man mit ihr fast alles heilen konnte,
ganz besonders aber Geschwüre jeglicher Art. Grund für die Verehrung
war aber auch der dreizählige Aufbau insbesondere ihrer grundständigen
Blätter, welche nach dem Schema 3x3x3 in Teilblättchen unterteilt sind.
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